Ein Garten in Ihrer Küche

5 goldene Regeln für den Anbau im eigenen Heim

Es handelt sich dabei um eine nachhaltige, preisgünstige und biologische Entscheidung. Ein Spaß für die Kleinsten, Entspannung für die etwas Älteren und eine kontinuierliche Beschäftigung für Senioren. Es handelt sich um den Garten im eigenen Heim. Ob auf einem kleinen Balkon oder auf einer Terrasse, der Hausgarten ist in jedem Fall ein willkommener Zeitvertreib für die ganze Familie. Eine Beschäftigung, in welcher nicht nur Geist und Körper miteinbezogen, sondern auch viel Sorgfalt, Aufmerksamkeit und eine Prise Naturkunde benötigt werden. Der Anbau und Verzehr von eigens angebauten Kräutern, Gemüse und etwas Obst ist vor allem der allerbeste Weg der 0-km-Philosophie näherzukommen. Es ist auch eine Möglichkeit, die Schönheit der Natur aus allernächster Nähe zu genießen und zu entdecken. Heutzutage kann man seinen eigenen Garten gestalten, auch wenn man keinen Platz im Freien zur Verfügung hat. Anbei einige wesentliche Tipps, für den Beginn von diesem Abenteuer.

1. RAUM und LICHT  

Sollte man sich für einen Indoor-Garten entscheiden, soll man vor allem einen Bereich im eigenen Heim finden, der groß genug für das Aufstellen von verschiedenen Behältern oder Kunststoffbecken ist, der genügend Licht bekommt (mindestens 5 oder 6 Stunden am Tag) und möglicherweise in Richtung Südosten oder Südwesten schaut. Eine optimale Raumgestaltung ermöglicht ganzjährliche Ernten, weil die Pflanzen vor Wintertemperaturen geschützt sind, aber auch ausreichendem Sonnenlicht ausgesetzt werden. 

Die ideale Lösung wäre den Garten in einen kühlen Raum vor ein sonniges Fenster zu stellen, vor allem für Blattgemüse (Salat) und Hackfrüchte (Karotten, Radieschen), die wenig Platz einnehmen, während man in einem anderen, wärmeren Bereich der Wohnung, Gurken, Bohnen, Tomaten und Paprika, die nur für eine gewisse Zeit Früchte liefern und wärmer platziert werden müssen, gedeihen lassen kann.

2. GEFÄSSE und BEHÄLTER

Es ist wahr, dass viele aromatische Kräuter, wie auch andere Gemüsepflanzen perfekt in Terrakottatöpfen mit Untertellern wachsen. Es ist auch wahr, dass in einer ersten Phase auch ein kleines Gewächshaus gebraucht wird, oder besser gesagt ein nicht tiefer, aber breiter Behälter für Erde und Samen. 

Normalerweise stellen dabei wiederverwendbare Plastikbehälter von Lebensmitteln eine gute Lösung dar. Sobald die Setzlinge genug gewachsen sind, sollen die Pflanzen eine nach der anderen in ein, für diesen Zweck proportionales Gefäß umgepflanzt werden, welches dem Stängel, wie auch den Wurzeln genügend Platz zum Wachsen bietet. Die Tiefe und Maße werden in Bezug zur Art der Pflanze bestimmt, welche im Gefäß Platz nehmen wird. Für nicht stark ausbreitende Wurzeln, wie die vom Salat (darunter gibt es auch viele sehr dekorative Arten) braucht man eine Tiefe von 20-25 cm, wobei man für Paprikapflanzen, Tomaten oder kleine Auberginen ca. 30-40 cm braucht.

3. ERDE und DÜNGER

Diese wesentliche Wahl hängt vor allem von der Pflanzenart, die man gewählt hat, ab. Der größte Teil des gewählten Behälters soll mit mindestens drei Vierteln reichhaltiger Erde aufgefüllt werden, die eine korrekte Entwässerung garantieren kann und genügend Feuchtigkeit und Nährstoffe enthält. Man kann eine Erdmischung von mittlerer Körnung (Erde, Torf, Perlit, Vermiculit) oder eine universale Pflanzenerde verwenden, aber das Wichtigste ist, dass jedem vorbereiteten Beet ein ausgewogener Flüssigdünger mit langsamer Freisetzung hinzugefügt wird, obwohl Pflanzen, welche in Innenräumen wachsen, diesen weniger brauchen.

4. BEWÄSSERUNG und FEUCHTIGKEIT

Außer ausreichendem Licht und einer angemessenen Umgebungstemperatur benötigen die Pflanzen im Innenraum, in welchem sie wachsen, auch eine ständige Bewässerung, weil sie den Regen und die damit verbundene Feuchtigkeit nicht nutzen können.  Die Rationen von Wasser müssen bei der Raumtemperatur, abhängig von der Art der Pflanze, konstant und häufig sein.

Schließlich muss man besonders im Winter auf die Anwesenheit von Heizkörpern achten, da diese die Luft zu sehr austrocknen. Ein kleiner Trick (auch für diejenigen, die im Haus wohnen und nicht nur für die Pflanzen) ist auf der Heizung einen Behälter mit etwas Wasser zu legen, welches durch die Hitze des Heizkörpers verdunstet, und somit die Feuchtigkeit im Raum ausgleicht.

5. WAHL und TRADITIONEN

Wir raten auch dazu, traditionelle Samen zu wählen, d. h. Pflanzen, die eine mindestens 50-jährige Geschichte aufweisen können. Man sollte sich, falls möglich, lokalen Sorten widmen, damit das Klima im Allgemeinen kein Hindernis, sondern im Gegenteil eine Hilfe für das Wachstum der Pflanzen darstellt. Das Wunder ist, von einem solchen kleinen Gartenanbau im eigenen Heim auch, dass man immer (oder fast immer) neue Samen für das darauffolgende Jahr erhält, insbesondere aus den herangewachsenen Früchten.

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